«Must-Haves» künftiger Spitalbetten

Agnes 9.3.2020
Spitalbetten-Klinikbetten-der-Zukunft

Vor einiger Zeit haben wir in einem Beitrag über die Pflegebetten der Zukunft «Gedanken gesponnen». Ist das 1:1 auf Spitalbetten anwendbar? Wohl nicht ganz. Lassen Sie uns hierüber nachdenken.

Am einfachsten wäre wohl, nur einen Bettentyp beschaffen zu müssen, nicht? Was müsste also ein Klinikbett können, um auf sämtlichen Stationen und für alle Patienten gleichermassen einsetzbar zu sein?

  • Um den Spitalmitarbeitenden ergonomisch und effizienzmässig vorteilhaft zuzuspielen, muss das Bett von nur einer Person leicht zu manövrieren und für Positionen zum Pflegen, Mobilisieren und Schlafen (letzte dient vor allem der Sturzprävention) höhenverstellbar sein
  • sowie über eine Sensor-Nachtlichtfunktion – ebenfalls zur Sturzprävention – verfügen
  • und am besten die laterale Schwenkung zulassen.
  • Apropos Sensor und Stürze: Stürze können künftig selbstverständlich vermieden werden, da intelligente Sensoren feststellen, dass eine Gefahrensituation unmittelbar bevorsteht und die Seitengitter automatisch hochfahren lassen.
  • Da die Digitalisierung sicherlich nicht in Frage gestellt wird, ist die einfache, intuitive Bedienung unabdingbar – oder anders gesagt, alleine für die Bettbedienung sollte kein Hochschulabschluss nötig sein. Selbstverständlich muss das System lebensnotwendigerweise zuverlässig mit der weiteren Software im Haus zusammenarbeiten – unter Berücksichtigung künftiger EPD-Funktionen – also die wichtigsten Funktionen in der Patientenüberwachung direkt am Bett integriert. Dies betrifft beispielsweise die Wiege- und Vitalfunktions-Sensorik.
  • Automatische Positionswechsel (Trendelenburg-/Anti-Trendelenburg-Position) zur Dekubitus Prävention, die mit der lateralen Schwenkung zusammenspielt.
  • Um Infektionsgefahren zu minimieren und Hygiene-Richtlinien effizient einzuhalten, sollen die Materialien des Bettes bereits Keim abweisend und Viren reduzierend wirken. Eine desinfizierende Waschstrasse fürs Bett ist nett.
  • Das intelligente Klinikbett bemerkt natürlich sofort, wenn eine Fehlfunktion vorliegt und sendet die Fehlermeldung direkt dem technischen Dienst.
  • Das schöne Wort «multifunktionell» spielt auch eine Rolle: Das Bett soll beispielsweise in eine schlanke Liege umgewandelt werden können, die bereits beim Empfang für den Patienten bereitsteht. Ganz bequem wird man so auf die entsprechende Station gebracht. In grossen Spitälern eine Erleichterung, wenn man als «Gast» nicht zuerst einen komplexen Lageplan studieren muss. Vielleicht fahren die Dinger ja bereits von selbst an den richtigen Ort?
  • Und damit nicht genug; mit Messung diverser «Standard-Indikatoren» gibt das intelligente Bett bereits eine 1. Diagnose ab.
  • So ein Alleskönner wäre doch perfekt, am besten noch mit röntgenfähigen Lehnen und Liegeflächen.

Viele dieser Aspekte erfüllen manche Betten bereits seit einiger Zeit – und die permanente Weiterentwicklung läuft.

Was denken Sie? Welche Anforderungen haben Sie an Spitalbetten? Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

 

Spitalbetten, die bereits viele dieser möglichen «Musts» erfüllen, sind beispielsweise die Universalklinikbetten image 3 und eleganza 2 sowie die Intensivbetten multicare und eleganza 4 bzw. 5.

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